Ein Beinbruch passt nie. Umso ärgerlicher ist es, wenn er kurz vor dem Ende einer Tour passiert. Der Bericht dazu ist hier zu lesen.
Aber mit der schnellen Rettung durch die rega und die sofortige Operation im Kantonsspital Herisau ist die Sache natürlich nicht gegessen. Es folgt eine Zeit mit grösseren Einschränkungen für einen selbst und auch das Umfeld. Selbst wenn das Ende absehbar ist, ganz ohne Selbstmitleid geht es wohl nicht…
So viele Selbstverständlichkeiten sind plötzlich mühsam. Das beginnt beim Nächtlichen Toilettengang und erreicht einen ersten Tageshöhepunkt beim Duschen: VacoPed und Überziehstrumpf ausziehen, mit dem Gartenstuhl unter die Dusche humpeln, einseifen, abduschen, abtrocknen, Unterwäsche und Hose anziehen, das Bein mit dem VacoPed wieder fixieren – gerade zu Beginn war das derart anstrengend, dass ich so geschwitzt habe, dass ich gleich wieder hätte duschen können. Die Kaffeemaschine kann ich zwar bedienen, aber den Kaffee muss ich dann über mehrere Stationen bis zum Tisch befördern. Und so geht es weiter. Eine Hilfe bin ich im Haushalt auch nicht mehr, und an der Betreuung der Schwiegereltern kann ich mich auch nicht mehr beteiligen.


Tagsüber habe ich keine Schmerzen, gegen Abend beginnt es zu ziehen, aber eigentlich nur wenig. Die Dosen habe ich reduziert und nach 10 Tagen ganz aufgehört (ausser der Impfung).
2. Januar 2025 – Fäden entfernen

Eigentlich wäre das Fäden entfernen Sache des Hausarztes, aber nach einem Anruf in der Notfallklinik im Kantonsspital war es kein Problem, das auch dort machen zu lassen. Einfach einen Termin könnten sie mir nicht geben. Seit meinem letzten Aufenthalt in der Notfallklink hat sich administrativ einiges getan. Dazu eine kleine Annekdote:
Als ich mir vor 10 Jahren die Platte vom Bruch des linken Beins entfernen liess, geschah das ambulant, mit dem Hinweis, wenn es zu sehr blute, solle ich mich einfach wieder im Notfall melden. Es blutete stark und ich war einige Stunden nach der Entlassung wieder da. Da schob mit die PA ein Anmeldeformular über den Tresen, den ich doch bitte ausfüllen solle. Ich bin dann wohl etwas laut geworden und mit dem Hinweis, dass ich heute Morgen hier operiert worden sei und jetzt sicher kein neues Formular ausfülle, ging es dann plötzlich...
Jedenfalls war die Anmeldung im Handumdrehen erledigt, ich musste nicht einmal das Krankenkassenkärtchen zücken. Wer früher im Wartezimmer ist, der wartet halt einfach länger, in meinem Falle eine Dreiviertelstunde.
Die Wunde ist gut verheilt, aber bei der Einzelknotennaht dauert das Ziehen eben etwas länger.
Achtung: Das Bild vielleicht besser nicht vor einer Mahlzeit anschauen…

Zwischendurch musste dann der Arzt zu einem echten Notfall, so kam weitere Wartezeit hinzu. Die Naht stammt vermutlich von zwei Personen, oben vom Assistenten, unten vom Chef. Das sei daran zu erkennen, dass oben die Knoten tief ins Fleisch eingezogen seien, unten aber leicht zugänglich an der Oberfläche gesetzt wurden. Erschwert wurde die Entfernung noch durch das Einwegbesteck, bei dem die Schere weniger scharf und die Pinzette weniger präzise sei. Ist schon schräg, so etwas nach einmaligem Gebrauch wieder wegzuwerfen.

Madeleine war gerade mit dem Einkauf fertig und so kam ich in den Genuss des Taxiservices nach Hause.
Nur noch etwas über 4 Wochen…
























































































































































































