Den Übergang vom Hitze-Sommer in den Herbst habe ich irgendwie verpasst. Was ich aber auf keinen Fall verpassen wollte, waren die letzten Biertreberhörnli mit Appenzellerkäse auf der Terrasse des Äschers, bevor dort die Tristesse der Winterpause Einzug hält. Und das wird nächste Woche bereits der Fall sein.
Es ist ja nicht so, dass diese Ecke des Alpsteins im Winter kein lohnendes Ausflugsziel wäre und man kann auch gut alleine auf der Terrasse des Äschers die Sonne geniessen…

Ab nächster Woche werden die Ebenalpbahnen während knapp vier Wochen ihre Jahresrevision durchführen und damit fehlt das Massenpublikum, das nur den kurzen Weg von der Bergstation zum Äscher absteigt oder eine kurze Runde über Chlus, Lebtig und Füessler dreht. Der Aufstieg von Wasserauen her über die Bommen ist schon ziemlich anstrengend, über den Seealpsee sehr mühsam. Und vor allem: Wer hoch gekommen ist muss auch wieder runter. Über die Bommen werde ich vermutlich nie mehr absteigen, nachdem ich letztes Jahr auf diesem Weg mein rechtes Bein gebrochen habe und der Weg über den Seealpsee mit der furchtbar steilen Strasse nach Wasserauen ist noch schlimmer.
Letzte Woche war ich hier mit Madeleine unterwegs, aber wir verzichteten aus zwei Gründen auf den Schäfler:
- Der Schäfler hatte bereits Winterpause, also gibts da oben nur Mitgebrachtes.
- Es hatte geschneit und der Weg war teilweise sehr rutschig. Mit den Leih-Grödeln der Bergstation Ebenalp (gratis) ging das zwar nicht schlecht, aber musste dann doch nicht sein.











38 Minuten brauchte ich von der Ebenalp auf den Schäfler, 34 Minuten vom Schäfler zum Äscher, hier einmal aus der ungewohnten Perspektive «von hinten».
Wie auf dem Beitragsbild zu erkennen ist, war ich nicht der einzige. Aber alleine ist meist einfach, ein Plätzchen zu finden.


Dafür alleine lohnt sich die Reise. Meine Bierteberhörnli mit Appenzellerkäse (ohne Apfelmus) und einem Quöllfrisch.

Und es stimmt: Es ist ein zauberhafter Ort, wenn vielleicht auch nicht gerade der schönste der Welt…
Ich hoffe natürlich stark, dass ich nächstes Jahr wieder flexibler planen kann. Diese Saison war schon etwas zum Vergessen. Der Grund war hauptsächlich, dass mir der Beinbruch mehr Mühe bereitete als erwartet und ich keine Bergschuhe tragen konnte, weil der Knöchel darin schmerzhaft anschwoll. Ende November oder Anfang Dezember kommt dann die Schiene raus und dann sollte es wieder besser werden.









