Bisher bei «Hühnerstall – Das Mallorca-Projekt»
Episode 1: Ein alter Freund, eine Finca auf Mallorca und eine Mission: Ein Hühnerstall muss her! Doch zwischen Ginsterkatzen, Mardern und Greifvögeln ist klar: Die künftigen Bewohner brauchen ein sicheres Zuhause. Also rückt Verstärkung aus der Schweiz an. Michael und Bob legen los – mit grossen Plänen, langen Einkaufslisten und jeder Menge Improvisationstalent. Denn auf Mallorca sind passendes Bauholz und das richtige Werkzeug nicht immer leicht zu finden. Es wird gesägt, gefräst, geschraubt, isoliert und geflucht, aber auch gelacht. Fehlendes Werkzeug sorgt für Verzögerungen, lange Balken für logistische Herausforderungen. Zum Glück gibt es zwischendurch Pizza aus Bobs Holzofen und hin und wieder ein Estrella-Bier. Am Ende der ersten Bauwoche steht tatsächlich ein Hühnerstall, wenn auch nur in der Werkstatt.
Episode 2: Doch die zweite Runde zeigt: Fertig ist anders. Zwar sind Plattform, Wände und Dach vorbereitet, aber Fenster, Beschläge und automatische Hühnerklappe fehlen noch. Die Montage wird deshalb auf Ende September verschoben. Und als wäre das nicht genug, kündigt Nachbar Pepe auch noch ein Pferd an!
Und in dieser Folge? «Wird endlich wird gegackert – oder kommt wieder etwas dazwischen?»
Jetzt soll der Stall endlich auf- und fertiggestellt werden. Aber finden alle fehlenden Teile rechtzeitig den Weg auf die Finca? Hält der Stall den mallorquinischen Räubern stand? Und was macht eigentlich das neue Pferd vom Nachbarn? Die Schafe sind da, die Pizza ist heiss, das Bier kalt – nur die Hühner fehlen noch!
Heute muss er stehen, 14. September 2026
Wie immer waren wir mit dem ersten Flug nach Palma unterwegs, um den Tag noch möglichst produktiv nützen zu können.

Auf das Bild der Finca vom Flugzeug aus verzichte ich jetzt, wer nicht genau weiss, wo sie sich befindet, wird sie nie finden.

Eine leichte Verzögerung gab es bei der Ankunft in Palma. Die Türe vom Gate zum Terminal war geschlossen und es war niemand vor Ort, der das Malheur hätte beheben können. Erst als die Bodencrew für den Abflug anrückte, bemerkte man das Missgeschick. Die Ausgangstüre blieb zwar verschlossen, aber man liess uns durch die Boarding-Türe raus. Danach lief es routiniert ab: Gepäckausgabe (das Band wechselte alle 3 Minuten) und Mietauto abgeholt und schon waren wir unterwegs nach Can Pera Rafel.
Dort angekommen, blieb nicht viel Zeit, um die Module auf den Lkw zu laden, den uns Pep samt Arbeiterunterstützung für den Transport zur Verfügung stellte.

Luiz hatte uns im April ein Fundament betoniert, das wir dann ausgemessen und auf die Platform übertragen haben. Um in der ebenen Werkstatt an der Plattform und am Stall weiterarbeiten zu können, mussten wir drei Beine temporär verlängern, damit der Boden im Wasser war. Als erstes mussten also diese Verlängerungen wieder abgeschraubt werden. Danach folgte ein kleiner Schockmoment: Das Teil passte nicht und stand schief in der Landschaft. Super-GAU! Es hatte sich aber lediglich an einer Ecke etwas verhakt und lag so nicht ganz auf im U-Pfostenträger mit Beton-Anker.





Isolation und Vertäfelung, 15. September 2026




Dach, 16. September 2026
Heute musste das Dach wetterfest gemacht werden. Für die nächsten Tage waren immer wieder Niederschläge und teils Sturm angekündigt.


Die Dachpappe kommt drauf, wird festgenagelt und mit Bitumenpaste abgedichtet. Letzteres war dann eine ziemliche Sauerei, weil die Paste bei den hohen Temperaturen schon fast dünnflüssig und so wesentlich mühsamer zu verarbeiten war.




Auch die Eierklappe war jetzt mit Dachpappe belegt. Weil wir sie noch nicht umgeschlagen hatten, sicherten wir sie mit einer Zwinge. Wir waren gespannt, wie der Stall dem angekündigten Unwetter trotzen würde, aber eigentlich sollte alles dicht sein.
Und ja, die Wolken zogen auf.
Pizza-Abend


Pizza-Abend. Das Einfeuern des Ofens ist neben der Teigherstellung wohl die aufwändigste Tätigkeit.Aber der Aufwand und die Geduld haben sich gelohnt. Das waren wiederum 1A-Pizzen.
Fenster und Türe, 17. Septemeber 2026



Sehr schön zu sehen auch das Traufblech an der Dach-Vorderkante. Das sorgt dafür, dass Regenwasser abtropft und nicht an der Unterseite des Daches kapillar zur Wand läuft.



Öffnungen verschliessen, 18. September 2026





Küche und Bad fehlen noch…
Öffnungen ohne Fenster sind verschlossen, da fahren wir dann nächstes Jahr weiter.


Auf die Türe sind wir besonders stolz. Der Sitz ist allerdings etwas zu satt. Das könnte bei Regen zu einem Problem werden, weil sie dann klemmt. Vermutlich müssen wir sie nochmals abnehmen. Bestätigung Bob vom 21. Oktober: «Klemmt wie Sau», aber sonst alles dicht.

Aber wo ist eigentlich das Pferd?


Pep hat es jetzt auf seinem Grundstück einquartiert. Ein schönes Tier, aber arm dran, weil alleine gehalten. Hier hätte es wenigstens die Schafe gehabt und – irgend wann einmal – Hühner. Und mit dem täglichen Ausritt war auch nichts. Schade. Aber das kann sich schnell wieder ändern.


Sei auch das nächstemal wieder dabei, wenn es heisst: Hühnerstall, Folge 4










Leave a reply